Mexikos Pazifikküste und haushohe Wellen in Puerto Escondido

Stellt euch folgendes Szenario vor: Ihr steht am Strand und dabei meine ich direkt am Strand, mit den Füßen könnt ihr das Wasser spüren, vor euch das blaue Meer und dann direkt vor eurer Nase die größte und gewaltigste Welle die ihr je gesehen habt. Und diese Welle bricht genau am Strand, gefühlte fünf Meter vor euren Augen. Dem nicht genug, befinden sich waghalsige Surfer im Wasser, die anscheinend den Kick ihres Lebens suchen. Willkommen in Puerto Escondido mit seiner wohl bekanntesten Welle in ganz Mexiko – die Mexican Pipeline.

Ob wir uns hier auch todesmutig in die Wellen stürzen, erfahrt ihr in unserem neuen Blogbeitrag…

Zurück zum Pazifik

Nach unserer Tour durch den Cañón del Sumidero (zum Blogbeitrag) wurde noch schnell ein Brötchen geschmiert und ab ging´s Richtung Pazifikküste. Es trennten uns noch 300 km und da es schon Mittag war, mussten wir ordentlich Gas geben. Wir erreichten unseren Campspot gerade noch rechtzeitig vor Dunkelheit. Völlig geschafft, wurden noch schnell ein paar Nudeln mit Pesto gekocht, bevor wir gegen 20:30 Uhr ins Bett fielen.OLYMPUS DIGITAL CAMERAWarum wir wieder so schnell an die Küste wollten, brauche ich euch sicherlich nicht erzählen, oder? Leider hatten wir an unserem ersten geplanten Ort kein Glück mit den Wellen und so ging es nach nur einer Nacht am nächsten morgen direkt weiter nach…

Barra de la Cruz

Nachdem wir von der Hauptstraße links abgebogen sind, war schnell klar, hier wird es uns gut gefallen. Vor uns lag ein kleines entspanntes Dörfchen, mit einer kleinen Tienda (Minimarkt), einer Pizzeria mit riesen Cocktails und einer guten Campingmöglichkeit zwischen Cabañas (Holzhütten zum mieten). Die Betonung liegt jeweils auf „einer“. Denn mehr gab es tatsächlich nicht.20180203_192841Einziger Nachteil, der Strand war 20 Minuten zu Fuß entfernt und mit Surfboard unter dem Arm ein ganz schön schweißtreibender Marsch. Aber der Schweiß war es Wert, denn die Wellen am Pointbreak waren genau Timo´s Niveau. Und so machte ich es mir mit einem Buch am Strand gemütlich, während Timo sich in den Wellen versuchte. Mittags wurde dann an der einzigen Strandbude gegessen. Die Entscheidung zwischen frisch gegrilltem Fisch oder Ceviche war dabei die schwierigste, die wir am Tag treffen mussten.
Wir hätten vermutlich Wochen hier verbringen können, aber entlang der Küste Richtung Norden sollte es noch weitere Surfspots geben, die wir unbedingt auskundschaften wollten. Den Anfang machte die sagenumwobene…

Mexican Pipeline in Puerto Escondido

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWir folgten zunächst einem Tipp und fuhren zu einer kleinen Bucht, etwas außerhalb vom Hauptstrand Zicatela an den Playa Carrizalillio. An einem Hostel zwängten wir den Bulli in die schmale Einfahrt, machten uns Strand ready und los gings die 100 Stufen zur Bucht hinunter. Der Blick von oben auf die Bucht sah traumhaft und bis auf ein paar Surfern im Wasser menschenleer aus.No WavesABER unten angekommen trauten wir unseren Augen kaum. Was wir von oben nicht sehen konnten, war die Aneinanderreihung von Strandbuden und Sonnenliegen gefüllt mit Hunderten von Touris…willkommen am Ballermann. Und obwohl sich so einige Surfschulen im Wasser tummelten, konnten wir keine Wellen erkennen. Also platzierten wir uns samt Surfbrett zwischen die Liegen und ergatterten noch ein kleines Stück Schatten, um dem regen Treiben zuzuschauen. „Man war hier was los…“

Zum Glück sah es eine Bucht weiter schon wieder ganz anders aus. Hier hatten wir den Strand für uns alleine.Lonley BeachStrandkünstlerAm nächsten Tag sah es wellentechnisch nicht wirklich besser aus, aber mich packte die Lust und die Hoffnung mit einem ausgeliehenem Longboard eine Welle zu bekommen. Naja, ne Welle haben wir nicht bekommen, dafür aber einen traumhaften Sonnenuntergang, den wir liegend auf den Boards genossen haben.

Ihr fragt euch jetzt sicherlich, wo denn diese mörderische Welle ist, von der ich zu Beginn sprach? Die ist am Hauptstrand von Puerto Escondido. Solche Brecher (lt. Surfforcast war die Welle gute 3 Meter hoch) haben wir wirklich noch nirgends gesehen und das sich dann auch noch Surfer hinein trauen ist Wahnsinn.

Wir beobachteten das Spektakel vom Strand aus…Zum Glück kamen die Surfer, die wir gesehen haben, ohne jegliche Verletzungen aus dem Wasser. In der Hauptsaison (die Wellen werden wohl bis zu 6 Meter!) und bei Surfcontests, die hier stattfinden, soll die Sache noch gewaltiger aussehen. Wir beließen es somit beim Zuschauen, wir wollten den Profisurfern ja auch keine Welle wegnehmen. 😉

Playa Zipolite und der Playa Amor

Na könnt ihr euch denken wofür Playa Amor steht? Hier darf man noch so rumlaufen wie Adam und Eva, sprich lediglich mit nem Apfel in der Hand und das Freiheitsgefühl so richtig ausleben. Was viele der bevorzugt älteren Herrschaften auch gerne gemacht haben. Nach einer Nacht unter Mangobäumen und einem Sonnenuntergang am gemischten Strand, zog es uns jedoch schnell weiter.

Diesmal wieder ins Landesinnere. Über die Berge ging es auf 2.000 Höhenmeter in die Nähe der Stadt

Oaxaca – nach El Tule

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genauer gesagt zu Leanne und Calvin in die Overlander Oasis.

Warum wir dort sage und schreibe drei Wochen verbrachten, haben wir euch vor kurzem in unserer Fotolovestory schon erzählt, Stichwort „Bullirestauration“.

Wer sie noch nicht gelesen hat, der folgt einfach diesem Linkzur Fotolovestory.

Abholung bei Jesus

Kulinarisches Oaxaca

Die Stadt ist Landeshauptstadt der gleichnamigen Region und bekannt für ihre exquisite Küche. Also nichts wie los und die einheimischen Gerichte ausprobieren. Ganz oben bei meinen Favoriten sind dabei die Tlayudas. Dies ist ein traditionelles Gericht in der Oaxaca-Küche, bestehend aus einer großen, dünnen, knusprigen, gerösteten Tortilla. Diese ist mit Bohnenmus, Salat, Avocado, Fleisch und dem typischen Oaxaca-Käse gefüllt bzw. belegt. Wie eine zusammengeklappte Pizza auf mexikanisch.

Mein neues Lieblingsgemüse ist neuerding der Kaktus. Gekocht auf einer Tortilla schmeckt er richtig lecker. 20180218_132132Eine kulinarische Delikatesse in dieser Region sind die frittierten Grashüpfer. Meist sind sie mit Knoblauch oder Chili verfeinert. Was soll ich sagen, schmeckten jetzt gar nicht so schlecht. 😉20180214_135720Natürlich durfte auch ein Marktbesuch nicht fehlen und so schlenderten wir über einen der bekanntesten Märkte in dem Örtchen Tlacolula. Die gesammelten Eindrück wurden dann während eines Snacks an einem der vielen kleinen Outdoor-Küchen verarbeitet bzw. verputzt.

Noch ein paar Impressionen aus Oaxaca selbst:

Wiedersehensfreude mit Ali und Malte

Knapp ein Jahr nach unserem Kennenlernen auf der Carretera Austral in Chile gab es ein Wiedersehensfest mit Ali und Malte in El Tule. Die Beiden waren das ganze Jahr über etwas langsamer unterwegs als wir (ja, das geht auch 😉 ) und verschifften direkt von Kolumbien nach Mexiko. Das wussten wir natürlich, da wir immer mal wieder Kontakt über Whatsapp hatten und so machten wir Oaxaca als unseren Treffpunkt aus. Die Freude war groß und wir tauschten selbstverständlich erst mal unsere Reiseerfahrungen und Geschichten bei einem Kaltgetränk aus. Da wir viel zu erzählen hatten, blieben die Zwei auch eine Woche bei der Overlander Oasis und wir erkundeten gemeinsam Oaxaca und feierten Alis Geburtstag, samt Kinoabend in einem richtigen Kino. Ja, ihr habt richtig gelesen, denn dort waren wir zum letzten Mal in Deutschland, und das ist bereits 1,5 Jahre her. Wahnsinn!20180222_101730Nicht fehlen auf einer Reise durch Oaxaca darf natürlich ein ausgiebiges Mezcal-Tasting!20180222_20492220180222_20493220180222_204048Danach trennten sich unsere Wege zunächst wieder, denn die Beiden sind auf der Suche nach dem perfekten Kitespot, während wir der perfekten Welle hinterherjagen.

Wo, ob und wann wir diese finden werden…tja, das erfahrt ihr hoffentlich bald!

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