Yucatán – Unterwegs an der Karibikküste

Sucht man bei Google nach „Yucatán Mexiko“, springen einem die Bilder von traumhaft schönen weißen Sandstränden, türkisfarbenem Meerwasser, endlos vielen Kokospalmen und zahlreichen Mayaruinen nur so an. Klar, denn wir sind ja auch an der Karibikküste gelandet. Was Google uns dabei aber verheimlicht, dass dahinter so einige Hotelburgen gebaut wurden und es nur so von Touristen wimmelt…von einsamen Sandstränden kann also nicht die Rede sein.

Ob wir das Paradies dann doch noch für uns gefunden haben und uns wie Adam und Eva fühlen durften, erfahrt ihr wenn ihr weiter lest.

Bacalar – Lagunentraum mit hohem Chillfaktor

Die Ausreise von Belize und die Einreise nach Mexiko lief problemlos, mal abgesehen von den bisher für uns unverständlich hohen Kosten für die Einreise. Als wir dann aber festgestellt haben, dass wir uns 6 Monate und der Bulli sich sogar 10 Jahre (da er als Wohnmobil anerkannt wurde) im Land aufhalten dürfen, waren wir wieder besänftigt.20180111_131511
Von der Grenze düsten wir direkt zu der Lagune Bacalar, denn wir folgten mal wieder einem Tipp und wollten unbedingt das türkisblaue Wasser und vor allem die Schaukel im See finden, von der Aylin und David uns so vorgeschwärmt hatten. Voilá hier ist sie:
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Dort verbrachten wir einen letzten entspannten Tag mit den Jungs. Genossen das schöne Wetter, das glasklare Seewasser und gönnten uns ein paar Bierchen zusammen, bevor wir uns dann endgültig von Christoph, Josh und Basti verabschieden mussten.

Jungs, schön war´s mit Euch!IMG_20180108_175834

Paradies wir kommen – Mahahual & Xcalak

Für ein paar Nächte haben wir unser kleines Paradies am Strand dann tatsächlich gefunden. In der Nähe von Mahahual gibt’s einen schönen Campingplatz (Playa Paraiso) direkt am Meer unter schatten-spendenden Kokospalmen.
20180113_180255Wir taten es den Hunden gleich und chillten ne Runde im Sand und ließen die Seele baumeln.20180114_180622OLYMPUS DIGITAL CAMERAMahahual haben wir uns auch kurz angeschaut. Hier kommen die riesigen Kreuzfahrtschiffe an und es gibt eine sehr gute Bäckerei mit leckerem Brot, mehr hat das Örtchen unserer Meinung dann aber nicht zu bieten.

Fernab vom Touriwahn

Daher ging´s weiter nach Xcalak. Wir glauben es wird Ischkalak ausgesprochen.
Das Dörfchen am südlichsten Zipfel der Yucatan Halbinsel hat stolze 375 Einwohner und liegt so abgeschieden, dass sich hier kaum ein Touri hin verirrt. Hier ist das Leben noch in Ordnung. Wir beobachteten die Einheimischen, wie sie vor ihren Häusern auf der Bank saßen und schauten den Kindern beim Fischen zu.

Schnorcheln in der Karibik

Vor der Küste Yucatáns liegt das zweit größte Barrier Reef, dass sich von Mexiko bis nach Honduras zieht und wir unbedingt auf einem Schnorcheltrip erkunden wollten. Schnell war Capitano Oscar organisiert und ab ging es auf einer kleinen Lancha erst durch Mangroven und später zum Schnorcheln.
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Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und obwohl wir an der Karibik waren, war das Wasser sehr wellig und verdammt kalt zum Schnorcheln. Trotzdem war es ein sehr schöner Ausflug. Bevor es zum Schnorcheln ging schipperte uns Oscar durch Mangroven und zu einer unberührten Insel mit glasklarem Wasser.

Tulum – die Schlange beißt zu

Haben wir uns gerade noch wie Adam und Eva im einsamen Paradies gefühlt, so wurden wir in Tulum von der Schlange, in Form von Touris, überfallen. Da es keinen ansprechenden Stellplatz gab, parkten und übernachteten wir für die kommenden zwei Nächte an einem zentralen Supermarkt. Wir waren nicht alleine, wie man sieht…
DSC_0120Praktisch, denn so gab es jeden morgen frische Brötchen und unsere Vorräte wurden wieder aufgestockt.

Bekannt ist Tulum für seine traumhaft weißen Sandstrände und seine Mayaruinen direkt am Meer. Wir können bestätigen, dass der Strand an sich wirklich zu einem der schönsten gehört, den wir bisher gesehen haben, denn der Sand ist fein wie Staub und weiß wie Schnee. Das Karibikfeeling wollte für uns jedoch nicht richtig aufkommen, denn Hotels, Strandbars und Liegestühle mit tausenden von Touris, trübten für uns das paradiesische Bild. Was wir in Tulum jedoch endlich fanden, waren heiß ersehnte Tacos, die wir an einem der zahlreichen Streetfoodständen endlich probieren konnten!20180118_191312

Die Ruinen von Tulum

Um den Touristenmassen aus dem Weg zu gehen, besuchten wir die Ruinen von Tulum ganz früh am morgen. Pünktlich zur Öffnung um Acht standen wir in der Schlange und erhielten als zweites unsere Eintrittskarten.OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Lage der Ruinen ist wirklich einzigartig und ich beneide die Mayas um ihre wunderschöne Aussicht damals.

Abgesehen von der wirklich einzigartigen Lage, haben uns die Ruinen selbst nicht umgehauen, aber da sind wir mit den Ruinen von Tikal in Guatemala (zum Blog) auch schon sehr verwöhnt.

Karibik in der Touristenblase

Nördlich von Tulum wollten wir unbedingt noch einmal das Karibikfeeling spüren und machten uns auf die Suche nach einem schönen Plätzchen am Meer. Was wir jedoch fanden waren eine Aneinanderreihung von 5 Sterne-All-inclusive Hotelresorts, zum Campen also weniger geeignet. Timos Geburtstag stand jedoch vor der Tür und da wir an diesem Tag nicht fahren wollten, platzierten wir uns kurzerhand zwischen zwei der Hotelbunker. Wir machten das Beste draus, indem wir uns einfach wie die Gäste des all inclu Hotels verhielten. Wir schnappten uns ein Handtuch und einen Cocktail und machten es uns auf einer der Liegen gemütlich.IMG-20180119-WA0001Wir waren nicht die ersten, denn den Tipp hatten wir in iOverlander gelesen. Zu unserem Glück brauchte man kein Bändchen, wenn ihr versteht was ich meine. 😉
Hier wurden natürlich alle Klischees erfüllt, und die Amis zelebrierten ihr Dinner auf einem Steg am Meer und die Hochzeit am Strand durfte auch nicht fehlen.

Zwischen all dem Rummel fanden wir dann doch noch ein schönes Strandrestaurant und feierten Timos Geburtstag entpannt mit Corona und Ceviche.IMG-20180120-WA0016Da das Wetter auch hier leider nicht auf unserer Seite war zog es uns schnell weiter ins Landesinnere und wir sagten den Karibikstränden Adiós!

Cenote Suytun – Exploring the Underworld

Eine Cenote ist ein Kalksteinloch, das durch den Einsturz einer Höhle entstanden und mit Süßwasser gefüllt ist. Auf Yucatán befinden sich ca. 1000 solcher Höhlen, die schon damals von den Maya genutzt wurden. Wir haben die Cenote Suytun in der Nähe von Valladolid besucht – ein magischer Ort…

Mérida – die Hauptstadt Yucatáns

Nach längerer Zeit an der Küste, waren wir mal wieder froh in einer Stadt zu sein. Wir schlenderten durch die Straßen, tranken Café und Weinchen und schauten uns dabei die Stadt an.

Mérida gilt als das Tor zur Welt der Maya. Von hier aus lassen sich etliche große und kleine Mayastädte besichtigen. Wir entschieden uns ganz klar für die kleineren und fuhren Richtung Norden in die Region Puuc. Den Anfang macht…

Kabah

welche nach Uxmal die zweitwichtigste Ruinenstadt der Maya in der Puuc-Region war. Sie war wie die meisten Orte dieses Gebietes bereits verlassen, als die Spanier nach Mittelamerika kamen. Der Name Kabah bedeutet so viel wie „Starke Hand“. Die in Kabah heute sichtbaren Bauten wurden zwischen dem 6. und dem 9. Jahrhundert errichtet.

Von dort ging es weiter nach…

Labná

Der Name Labná bedeutet so viel wie „altes Haus“. Die Blütezeit der Stadt war vermutlich im 7. bis 9. Jahrhundert n. Chr. und man geht davon aus, dass sie von etwa 2.000 Menschen bewohnt war.

Campeche

Campeche ist die Haupstadt des gleichnamigen Bundesstaates in Mexiko. Nach ca. drei Wochen verließen wir also Yucatán. Hier verbrachten wir lediglich eine Nacht, bevor es am nächsten morgen weiter in die Region Chiapas ging.

Wir wurden letztens gefragt, wie wir es auf der Halbinsel Yucatán fanden. Die Antwort auf diese Frage viel gemischt aus. Klar, das Meer und der Strand sind wirklich umwerfend, doch eine einheimische Kultur haben wir nicht erlebt. Alles wird für die Touristen aufgehübscht und man befindet sich die ganze Zeit wie in einer Blase. Mexiko haben wie uns definitiv anders vorgestellt.

Zum Glück sind wir aber erst am Anfang dieses riesigen Landes und freuen uns auf viele authentische Abenteuer die wir hier mit Sicherheit noch erleben werden…ich sage nur „Roadblockaden und Verhandlungen mit Zapatistas in der Chiapas Region“…

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