Panama – Ihr wisst was jetzt kommt…

Jeder kennt es, jeder sagt es, die meisten haben es gelesen oder vorgelesen bekommen und auch wir benutzen es als Anfang unseres neuen Blogbeitrags:

Oh wie schön ist Panama?!

Aber handelt es sich hierbei nun um eine Frage oder Aussage? Das gilt es herauszufinden und so verstehen wir das für uns erstmal als Frage. Gehen wir der Sache also auf den Grund…

Kommt gerne mit!

Panama City

DSC_0014Da sich unser Bulli noch auf hoher See zwischen Kolumbien und Panama befindet, beschließen wir uns in einem 4-Sterne Hotel in Panama City einzumieten. Wir spielen die Honeymoon-Karte und ergattern das beste Zimmer „wo gibt“: oberstes Stockwerk, Eckzimmer mit Blick über die Hochhaus-Stadt und zum hoteleigenen Pool waren es auch nur 20 Stufen runter. Daneben befand sich dann auch gleich das Fitnessstudio was wir ebenfalls gerne aufsuchten. Warum nicht?20171004_15214420171002_112816Soviel Luxus waren wir schon lange nicht mehr gewöhnt. Frühstück war auch inklusive, so dass wir uns um nichts weiter kümmern mussten als Panama Stadt zu erkunden, natürlich zu Fuß. Wir schlenderten also ein wenig entlang des Pazifiks zur schönen Altstadt nach Panama Vijeo.DSC_0027DSC_0035_1DSC_0047DSC_0043

The ship has landed!

Vier Tage haben wir in der Stadt verbracht, bis wir endlich zum Hafen „durften“. Es hieß, ein Container samt kostbaren Inhalt wurde abgeladen und stehe bereit entleert zu werden. Der Inhalt: ein Motorad, ein VW Golf und ein VW Bulli – unserer! Also nix wie hin mit dem Bus von Panama City nach Colon, an die Karibikküste. Zum Glück trennen die beiden Meere lediglich knapp 80 Kilometer.

Wir waren natürlich schon darauf eingestellt, dass das Auslösen unseres Bullis einen ganzen Tag in Anspruch nehmen sollte und so erreichten wir den Hafen gegen 9 Uhr morgens. Auf dem Gelände mussten wir dann ein paar Behördengänge erledigen und damit ihr mal wisst, warum das alles so lange dauert, folgt dieses selbsterklärende Foto:DSC_0060Das war beim Zoll und die Damen, die sich eigentlich um unseren Papierkram kümmern sollten, zogen es lieber vor mit ihren Freundinnen zu schreiben. Wahrscheinlich die Kolleginnen die im anderen Büro unsere Ausfertigungspapiere erledigen sollten…

Wir haben dann durch Zufall und Beobachtung (denn wir hatten ja massig (Warte-)Zeit dazu) mitbekommen das es auch schneller gehen kann. Wie? Dazu schiebt man einfach zwischen die Papiere eine Dollarnote…das haben wir natürlich nicht gemacht, also hieß es „Aussitzen!“ bzw. „Belagerung“.DSC_0059DSC_0061DSC_0068DSC_0070Am Ende des Tages war es aber endlich soweit, die Männer (Juan, Juancruz und meine Wenigkeit) rollten mit den Fahrzeugen an. Die Frauen durften nämlich nicht mit auf das Gelände, nicht weil sie Frauen sind, sondern nicht die Halter des Fahrzeugs. Dafür waren sie für die Gepäckaufbewahrung sowie Jubelschreie verantwortlich:DSC_0072Endlich konnten wir die ersten Kilometer durch Panama mit dem eigenen Vehicle fahren, „Willkommen in Mittelamerika lieber Bulli! Auf das die meisten Straßen asphaltiert sind!“

Es war bekanntlich bereits spät am Tag und so entschieden wir uns lediglich knapp 30 Kilometer bis zur nächsten Tanke zu fahren und dort zu nächtigen. Dies entpuppte sich als absoluten Glücksgriff. Die Tankstelle hatte alles was das Travellerherz begehrt. Fangen wir mit dem Wichtigsten an: Internet. Dazu kostenlose warme Duschen und ein Restaurant. Letzteres brauchten wir allerdings nicht aufsuchen, denn wir lernten Geli und Oskar kennen die uns spontan in ihren Camper zum Abendessen einluden. Es gab Tacos und Bier, herrlich! Nach ein paar netten Gesprächen und Tipps zu den jeweiligen Ländern, die Beiden kamen nämlich von Norden, schliefen wir dann entspannt ein…unsere erste Nacht im Bulli in Panama.

El Valle del Anton – zur schlafenden Frau

Ihr habt richtig gelesen, die Frau schläft den ganzen Tag und liegt einfach so da rum. Auf geschätzt 800 Höhenmeter, nackt und nur von ein paar Blättern bedeckt. Die Rede ist von ihr, India Dormida, die schlafende Indianerin:OLYMPUS DIGITAL CAMERAWir sind natürlich auch auf ihr rumgelaufen, denn es gab einen kleinen Rundweg der letztendlich gute 3,5 Stunden dauerte. Zum Glück hatten wir Wasser und ein paar Kekse dabei, denn es stellte sich als eine sehr schweißtreibende Wanderung heraus.OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA

Boquete

Über Santa Catalina an der Küste kommend fanden wir mit Boquete das nächste kleine Dorf in den Bergen. Hier hatte Auswanderer Axel (das nimmt ja schon Vera int Veensche Züge an…) ein Grundstück mit Cabanas und Stellplatz für kleinere Wohnmobile, wie dem unseren. Wir platzierten uns also neben dem Schweizer Mercedes und lernten Ernst und Susanne kennen.

Mit den beiden kamen wir natürlich direkt ins Gespräch und verbrachten ein paar nette Abende. Unter anderem auf dem von Amis organisierten Oktoberfest in der Stadthalle des Dorfes. In voller Erwartung an Moasbiere und Bretzeln gab es Dosenbiere und Haxe. Es kam leider nicht mal in die Nähe eines Oktoberfestes wie wir es uns vorstellten, aber vielleicht waren die Erwartungen auch einfach zu hoch. Und da fiel er mir wieder ein, der Spruch von Noel den wir ja ganz am Anfang unserer Reise kennenlernten: „Lower your expectations!“.

Da die beiden Wanderwege auf Grund der starken Regenfälle in den Wochen zuvor ebenfalls geschlossen waren, entschieden wir uns dazu endlich den Dachgepäckträger für das noch zu beschaffende Surfboard zu bauen. Ernst bat mir seine Hilfe an und so fuhren wir in den Fensterladen um die Ecke, um passende Alurahmen zu kaufen. Und siehe da, alles Material was wir benötigten war zu bekommen. Es wurde gesägt, gezeichnet, geschraubt und nach einem halben Tag Arbeit war es endlich soweit, der 30-Euro Dachträger war fertig:

Mittlerweile sieht das Ganze dann schon anders aus…mit Surfboard aus Costa Rica 😊 Aber die Geschichte erzählen wir euch beim nächsten mal!

Und auch wenn wir lediglich drei Wochen in Panama waren, denn es war bereits der nächste Besuch im Anflug, können wir am Ende wirklich sagen:

Oh wie schön ist Panama!

Oh, ich hab sogar noch was vergessen. Am Strand waren wir ja auch…OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERACAMERA

 

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Jürgen Evers sagt:

    Sehr schön .

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