Ein letztes Mal in Argentinien & Chile – Wir sagen Dankeschön und auf Wiedersehen!

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Über den Paso de Jama von Argentinien nach San Pedro de Atacama in Chile.

Von Purmamarca aus, welches auf 2.600 Metern gelegen ist, ging es für uns zum nächsten Übernachtungsstopp in der Nähe von Susques, gelegen am Paso de Jama auf 3.700 Höhenmetern. Doch zuvor stand weitere Akklimatisierung auf dem Programm. Und wie kann man sich auf solch einer Höhe am Besten akklimatisieren? a) an einem Salzsee, genannt Salinas Grandes oder b) mit einem Basketball und zwei Körben?

Die Antwort verraten wir euch gerne…

Mit Beidem natürlich! Denn zuerst machten wir Halt an den Salinas Grandes auf 3.300 Höhenmeter, einem mittelgroßen Salzsee. Mittelgroß deshalb, weil wir später noch in Uyuni am Salar waren und dieser wirklich RIESIG ist…darauf müsst ihr aber noch etwas warten.

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Nach einer Mittagspause mit leckeren Nudeln vom Hasta la Pasta aus Paraguay, die wir immer noch im Gepäck haben, fuhren wir dann ein paar Kilometer höher zum nächstgelegenen Ort Susques.

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Zuerst wollten wir dort übernachten und ich hatte schon so ein Gefühl, dass man an dem Sportplatz, welcher als Übernachtungstipp in der App iOverlander stand, Basketballkörbe vorfindet. Und siehe da:

Ein paar Korbleger und Würfe später (Notiz für mich: höchster bisher erzielter Korb 3.703,05 Meter –  neuer persönlicher Rekord! 😉 ) ging es dann allerdings knapp vier Kilometer weiter zum Hotel Pastos Chicos, wo wir die Nacht verbracht haben. Wenn man das so liest könnte man meinen wir haben ein Zimmer genommen. Mit Nichten, wir schlafen doch nicht in Zimmern! Auch auf 3.700 Metern Höhe und bei kühlen 0 bis -5 Grad schlafen wir im Bulli. Ehrensache! Am Basketballplatz war es uns dann allerdings doch etwas zu zugig…und hier am Hotel passte unser Bulli gerade so unters Carport.

Nach einer Nacht mit leichten Kopfschmerzen, welche wir allerdings weniger auf die Höhe schieben, sondern vielmehr auf die Fahrt bei brütender Tageshitze, hieß es für uns – auf zum Grenzübergang auf 4.200 Höhenmetern. Und wir sind uns nicht sicher, ob der höchste Punkt den wir überquert haben nun auf 4.800 Metern lag, wie einige Blogs/Webseiten berichten, oder auf 4.600 Metern, wie unser Höhenmesser angezeigt hat. Ist auch eigentlich Latte, denn jedenfalls mussten wir diese aufregenden Serpentinen überqueren, um dorthin zu gelangen:

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Unser Bulli und auch wir haben die Höhe mit Bravur gemeistert, ja man kann sagen, wir alle hatten großen Spaß. Kein Wunder bei dieser vielseitigen Landschaft

Teilweise lag sogar noch oder schon (?) Schnee am Straßenrand:

An dieser Lagune, dem so genannten Reserva Nacional Los Flamencos, gab es allerdings leider keine Flamingos für uns zu sehen. War jedoch nicht sooo schlimm…die Aussicht war auch so der Knaller:

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Nach ein paar weiteren Kilometern hieß es dann – es geht bergab. Und wie! 35 Kilometer und gut 1.000 Höhenmeter runter nach:

San Pedro de Atacama – die trockenste Wüste der Welt

Vorbei an diesen Vulkanen:

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Der Ort San Pedro de Atacama selbst ist ein netter kleiner Touri-Ort, wo es außer einer kleinen Kapelle, Tourenanbietern, Restaurants, Hostels und viel Staub erstmal nicht viel gibt.

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Ok, ein Fußballspiel auf neuem Kunstrasen fand hier noch statt:

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Das interessierte uns jedoch nur am Rande. Denn wir wollten:

  • im Salz schwimmen,
  • den Sternenhimmel mitten in der Wüste bestaunen,
  • Besuch aus Köln in Empfang nehmen und
  • gemeinsam das Valle de la Muerte, sowie
  • Valle de la Luna mit dem Mountainbike erkunden.

Aber alles der Reihe nach.

Zuerst fuhren wir zur Laguna Baltinache, die ca. 60 Kilometer von San Pedro entfernt liegt und noch nicht zu touristisch ist, um dort im Ojo de Salar (=Auge des Salzes) zu schwimmen. Für die letzten 50 Kilometer Strecke dorthin über Dirtroad, benötigten wir gut 2,5 Stunden inklusive kurzem Fotoshooting:

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Um danach hier rein zuspringen bzw. zu gleiten:

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Der ganze Körper fühlte sich auf Grund des extremen Salzgehaltes danach an wie während einer Akupunktur (zumindest stelle ich mir das so vor). Der Spaß war es aber Wert, denn man konnte quasi nicht untergehen und trieb oben auf dem Wasser vor sich hin.

Am Abend gönnten wir uns als Highlight einen Wild-Campspot mitten in der Wüste, um ohne Lichtquellen den Sternenhimmel zu bestaunen. Dieser soll nämlich in der Atacama Wüste einer der Klarsten sein und so hieß unser Übernachtunsspot laut iOverlander „Lonley Tree“. Und das war er auch, ganz schön „lonley“:

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Ok, in der Nacht gegen 2 Uhr kam noch ein weiteres Auto mit Igluzelt hinzu, aber da hatten wir unsere Bilder schon im Kasten.

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Heimatbesuch – weiter ging es zu Dritt durch die Wüste

Am nächsten Tag erwartete uns dann wieder einmal Besuch aus der Heimat. Wir wussten das Judith mit dem Backpack in Südamerika unterwegs ist und sich unsere Wege nach Absprache „zufällig“ kreuzen sollten. In Purmamarca und am Salinas Grandes hatten wir uns noch knapp verpasst, aber dann erreichte sie gegen 12 Uhr aus Salta kommend San Pedro.

Von da an fuhren wir eine Woche gemeinsam mit dem Bulli durch die Lande, starteten aber erstmal mit einer Mountainbike-Tour zu den beiden bekannten Valles.

Valle de la Muerte

Den Anfang machte das kleinere Valle de la Muerte, circa 7 km außerhalb der Stadt. Mountainbikes gab´s am Hostel Campestre, wo wir mit dem Auto stehen konnten und Judith ein Zimmer nahm. Dazu erhielten wir diese wunderschöne Vollausstattung:

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Anscheinend sei dies Pflicht und im Endeffekt waren wir froh die Westen angehabt zu haben, denn die MTBs hatten kein Licht, welches wir im Valle de la Muerte auch noch nicht benötigten…

Bei der Rückfahrt kamen dann die ersten Sandboarder ins Valle, doch Zeit diese bei ihren Abfahrten zu beobachten hatten wir leider keine:

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Denn wir wollten zum Sonnenuntergang ins größere…

Valle de la Luna

Wir waren schon etwas spät dran und die Empfangsdame die uns das Ticket verkauft hatte, hat dreimal nachgefragt, ob wir tatsächlich noch heute mit dem Rad die 11 km hinauf zum Sonnenuntergangs-Punkt fahren wollten. Klar wollten wir! Die Fahrt war „recht“ anstrengend und teilweise Rippiopiste (= wellig). Das dem Bulli das kein Spaß macht, wussten wir, aber mit dem Rad ist es mindestens genauso bekackt.

Endlich oben angekommen fing er dann auch schon an – der Sonnenuntergang. Ganz ehrlich?! Wir haben im Vorfeld gehört, der Sonnenuntergang soll einer der Spektakulärsten sein, die man sich vorstellen kann. Genau deswegen haben wir den hohen Aufwand zu so später Stunde mit dem Rad auch unternommen. ABER der WOW-Effekt blieb leider bei uns Dreien aus. Schön war´s, klar, aber der Spektakulärste den wie je gesehen haben? Nope! Urteilt selbst:

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Danach wurde es erst interessant, denn wir hatten ja kein Licht, sondern lediglich diese wunderschönen gelben Warnwesten. Logischerweise geht nach einem Sonnenuntergang, egal wie spektakulär er letztendlich ist, die Sonne unter UND oh Wunder auch das Licht. Es war stockdunkel bei der 15 km langen Rückfahrt zum Hostel.

Wir waren aber zum Glück nicht die einzigen „Deppen in Gelb“ auf einem MTB, also konnten wir teilweise hinter den anderen herfahren. Zum Glück kam ab und zu auch Mal ein Auto mit Fernlicht vorbei, sodass wir die Strecke etwas besser erahnen konnten.

TIPP – Für alle die also auch mal ins Valle de la Luna fahren möchten: macht es nicht mit dem Rad bei Dunkelheit. Und schon gar nicht wenn es schon später Nachmittag/Abend ist. Dann fahrt lieber mit dem Auto. Mit dem Rad solltet ihr morgens starten und auf den Sonnenuntergang verzichten. Schaut euch dann lieber die Salzgrotten und Landschaften an. Die sind nämlich spektakulärer.

Apropos spektakulär: Wusstet ihr, dass es die weltweit besten Croissants (Schoko, Marmelade, Schinken-Käse, etc.) definitiv in San Pedro de Atacama bei der Boulangerie La Franchuteria gibt?! Diese und auch die Baguettes haben uns ein ums andere Mal den Morgen versüßt.

Fazit: Mit San Pedro in der Atacamawüste und dem Befahren des Paso de Jamas, waren wir vorerst das letzte Mal in den Argentinien und Chile unterwegs. Ein komisches Gefühl, denn immerhin haben wir die Länder jetzt schon 6 Monate bereist und die Gastfreundschaft der Einheimischen lieben gelernt.  Daher sagen wir auch Dankeschön und auf Wiedersehen!

Doch auch die nächsten Tage zu Dritt im Bulli nach und durch Bolivien sollen noch sehr spannend werden. Dazu bald mehr…zuvor gibt es noch einen Eintrag in die…

Kuriositäten-Liste:

  • Fußball geht immer und überall, nicht nur auf Kunstrasen, sondern auch wie hier zu sehen, auf 3.300 Höhenmetern auf dem Salar:

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Shahni sagt:

    Der absolute Oberhammer !!! Sehr sehr schöner Blog und unglaubliche Bilder. Schön dass es euch so gut geht !
    „Ihr habt n Leben ;-)) „

  2. Judith Maaß sagt:

    War sehr schön mit euch beiden im Bulli:) und ich freue mich schon auf die Fortsetzung von Bolivien! Genießt eure Zeit in vollen Zügen! Ich weiß ja wie einmalig es hier ist;)

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