Abenteuer Peru No. 3 – von mystisch bis sour – die südliche Küste Perus hat viel zu bieten!

20170620_133628Weiter geht’s mit unseren Abenteuern zu Viert im Bulli. Nachdem wir nun fast zwei Wochen im Hochland Perus unterwegs waren, zog es uns in wärmere Gefilde. Wir wollten endlich die Küste Perus entdecken und mit Amrei und Christoph noch den ein oder anderen Pisco Sour genießen. Aber erstmal wurde es mystisch…

Denn wisst Ihr wie die Nazca Linien entstanden sind?

Von Cusco über die Berge Richtung Nazca

Um von Cusco an die Südküste Perus zu gelangen, mussten wir erstmal wieder so einige Kurven und Höhenmeter hinter uns bringen. Bis Nazca lagen ca. 655 km vor uns. Der normale Bus braucht dafür gute 14 Stunden. Für uns bedeutet dies also mindestens zwei Tage Fahrtzeit einplanen. Kein Problem, denn wir wurden durch die grandiose Landschaft gut abgelenkt. Und so suchten wir uns auch für einen kleinen Mittagssnack ein schönes Plätzchen im Grünen.DSC03472Auf dem weiteren Weg machte unser Auspuff dann plötzlich merkwürdige laute Geräusche. Wie immer, wenn was am Bulli nicht rund läuft, klopfte auch diesmal mein Herz etwas doller und leichte Panik stieg auf. Nach erster fachmännischer Prüfung durch Timo 😉 stellten wir fest, dass wohl ein Gummi gerissen, bzw. auf Grund von Verschleiß nicht mehr vorhanden war. Was nun? Ersatzgummis hatten wir nicht dabei, also erstmal mit herumliegenden Draht den Auspuff befestigen und in der nächst-größeren Stadt, so ca. 250 km von uns entfernt, checken lassen.DSC00942Gegen Nachmittag suchten wir für die Zwischenübernachtung ein „Hotel“ in einem kleinen Dorf. Nichts besonders, aber für eine Nacht gerade gut genug. Immerhin gab`s einen Innenhof, indem wir gut stehen konnten. Am nächsten Tag brachen wir früh auf und erreichten Nazca am späten Nachmittag. Wir folgten einer Empfehlung von Erika und Andres und fuhren ins Hotel Las Tinajas. Nach einem leckeren Lomo Saltado (peruanische (Rind-)fleisch Spezialität) und einem Pisco Sour später, fielen wir todmüde in unsere Betten und träumten schon einmal von den mystischen Linien, die uns am nächsten Tag erwarteten.

Nazca und ein paar Linien in der Wüste

Wir fuhren von Nazca auf die Panamericana, von wo aus wir am ersten kostenlosen Aussichtspunkt anhielten. Stiegen auf den Berg und da lagen sie vor uns – die Linien von Nazca – oder fachmännisch auch Lineas y Geoglifos de Nasca genannt – et voilá:OLYMPUS DIGITAL CAMERADSC01004Die Nazca-Linien sind riesige Geoglyphen in der Wüste. Die Linien befinden sich auf einer Fläche von 500 km² und sind bis zu 20 km lang. Man soll Dreiecke und trapezförmige Flächen sowie Figuren mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen sehen können. Es handelte sich demnach um Gestaltungen im Rahmen von Fruchtbarkeitsritualen, die zwischen 800 und 600 v. Chr. angelegt und durch periodische Klimaschwankungen veranlasst wurden (Erneut gilt der Dank Wikipedia, für diese aufschlussreiche Info).DSC01002OLYMPUS DIGITAL CAMERASchon Wahnsinn, wenn man bedenkt wie alt sie sind und immer noch existieren. Leider konnten wir keine Figuren erkennen, denn dafür müsste man einen Rundflug buchen, um die Linien von oben sehen zu können. Danach war uns allen jedoch nicht wirklich zumute, denn wenn die Peruaner genauso fliegen wie sie Autofahren, sollte man sich dies lieber sparen. 😉

Palpa und die Bilder im Sand

Wir fuhren ein Stückchen weiter nach Palpa, denn dort sollte es weitere Figuren geben, die als Vorgänger der Nazca-Linien gelten. Diese sind viel kleiner und somit für uns viel eindrucksvoller. Um eine bessere Aussicht zu haben, stiegen wir auf diesen wackeligen Turm:DSC01028…machten schnell unsere Fotos und nix wie runter davon!OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAUm ehrlich zu sein bin ich ja immer noch der Überzeugung, dass die Linien nur für die Touris gemacht wurden…aber wer weiß das schon so genau…

Palmen und eine Lagune in der Wüste

Der Tag wurde fortgesetzt mit einer Mittagspause an der Laguna Huacachina, die einfach so mitten in der Wüste vor uns auftauchte:DSC01050

20170618_173753Hier soll man Sandboarden können, aber wir wollten lieber weiter nach Ica, wo wir eine Airbnb Wohnung bzw. ein Haus mit Pool und Papagei reserviert hatten und der Pisco bereits auf uns wartete.

Pisco und Vino en massé

Da unser Bulli nicht in die Einfahrt des Hauses passte, schliefen wir mit Christoph und Amrei zusammen in einem 4er Zimmer. Es fühlte sich etwas nach Klassenfahrt an, denn Timo und ich schliefen getrennt im Hochbett. Am nächsten Morgen bereiteten uns die Besitzer ein leckeres Frühstück und organisierten uns einen Taxifahrer, der uns von Weingut zu Weingut kutschieren sollte, denn Ica ist bekannt für seine Piscoproduktion. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Und so machten wir uns auf, um den einen oder anderen Pisco zu testen.DSC01078DSC01099DSC01088DSC01123DSC01067Für alle, denen Pisco nichts sagt – Pisco ist ein Destillat aus Traubenmost. Es ist DAS alkoholische Nationalgetränk Perus und Chiles. Während der Verkostung tranken wir den Pisco pur, aber uns schmeckt er besser als Pisco Sour. Ein Gemisch aus Pisco, Limettensaft, Zucker und Eischnee. Sehr zu empfehlen, unser neues Lieblingsgetränk!

Meeresrauschen und rosa Flamingos

Nun aber wollten wir endlich ans Meer! Timo und ich hatten dies das letzte Mal im März in Chile gesehen und vermissten es schon sehr. Wir fuhren an den Pazifik in das noch kleine verschlafene Örtchen Paracas. Direkt am Strand gab es eine Camping-Container Anlage und so kamen Christoph und Amrei auch in den Genuss des Camping Lebens. Wir parkten in erster Reihe am Strand mit dieser Aussicht:OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERADSC01299DSC_0023_1OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Islas Ballestas – Klein Galapagos und 1 Million Vögel

Von Paracas aus buchten wir eine Schiffstour zu den Islas Ballestas, die auch „klein Galapagos“ genannt werden.DSC_0019Auf diesem Ausflug bekamen wir so einige Tierchen zu Gesicht! Bereits nach 3 Minuten auf dem Boot sahen wir zum ersten Mal auf unserer gesamten Reise Delphine, die einfach neben unserem Boot auf- und abtauchten!OLYMPUS DIGITAL CAMERADSC01192Außerdem flogen uns gefühlt eine Million Guanovögel über unsere Köpfe und saßen auf den Inseln. Wahnsinn, so viele Vögel und auch Vogelscheiße auf einmal haben wir noch nie gesehen!OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAUnd natürlich durften auch die Seelöwen nicht fehlen, die auf den Felsen chillten:OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAUnd dann waren sie wieder da: Pinguine! Wie habe ich sie doch vermisst, die süßen kleinen Watschler:OLYMPUS DIGITAL CAMERADSC01245Und diese kleinen Tierchen gab´s natürlich auch noch:OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA

Lima und das traurige Ende unserer Abenteuer zu Viert

Nach nun fast 3 Wochen zu Viert auf der Straße, rückte der Abschied von Christoph und Amrei immer näher. Aber nicht ohne vorher noch einmal Lima unsicher zu machen, von wo aus der Rückflug der beiden ging. Dort gönnten wir uns erstmal leckeres Seafood. Wenn ihr mal in Lima sein solltet, dann können wir euch das Costa Azul in Miraflores sehr empfehlen!DSC_0030Unseren letzten Abend verbrachten wir – wie kann es anders sein – in einer Bar mit viel Pisco Sour.DSC01441Und dann war er plötzlich da! Tag X brach an und uns blieben noch ein paar Stunden bis zum Abflug der beiden am Abend. Wir schlenderten noch etwas an der Promenade Limas vorbei…DSC01375DSC01372…schrieben noch schnell ein paar Karten und dann kam auch schon das Taxi, dass die beiden zum Flughafen bringen sollte – und weg waren sie! ☹

Drei intensive Reisewochen zu Viert gingen zu Ende und zurück blieben Timo und ich, die erstmal nicht wussten, wie es weitergehen sollte. Zum einen, weil bei uns zum ersten Mal auf der Reise das Gefühl von Heimweh aufkam und zum anderen, weil wir uns noch keinen Plan von Nord Peru gemacht hatten…

Ob wir unser Heimweh in den Griff bekommen haben? Das erfahrt ihr im kommenden Blogbeitrag!

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